Der Victron Quattro ist ein einphasiges Sinus-Wechselrichter-Ladegerät für 230 V mit zwei AC-Eingängen, an die Netz und Generator getrennt angeschlossen werden. Zur Auswahl stehen neun Ausführungen von 3 bis 15 kVA für 12-, 24- und 48-V-Batterien. Die Typbezeichnung nennt Batteriespannung, Scheinleistung, maximalen Ladestrom und die beiden Transferschalter, etwa 48/10000/140-100/100.
Der integrierte Umschalter versorgt die Verbraucher aus der verfügbaren Quelle und lädt die Batterie mit bis zu 220 A; die Transferschalter sind für zweimal 50 A (3 kVA) oder zweimal 100 A ausgelegt. Fällt die Quelle aus, übernimmt der Wechselrichter in weniger als 20 ms. Zusätzlich steht ein Hilfsausgang mit 25 A (3 kVA) beziehungsweise 50 A zur Verfügung. Einen PV-Eingang besitzt der Quattro nicht; Solarstrom kommt über PV-Wechselrichter auf der AC-Seite oder über MPPT-Laderegler ins System.
Netzeinspeisung in Deutschland ist nur mit den Ausführungen 48/8000, 48/10000 und 48/15000 vorgesehen. Für sie liegt ein SGS-Einheitenzertifikat nach VDE-AR-N 4105 vor, das einen externen NA-Schutz voraussetzt. Bei einphasiger Einspeisung über 4,6 kVA ist die Schieflast zu begrenzen. Alle 12- und 24-V-Ausführungen sowie 48/5000 sind in Deutschland nur für Insel- und Ersatzstrombetrieb ohne Netzeinspeisung bestimmt.
Über VE.Bus arbeiten mehrere Geräte parallel oder dreiphasig zusammen, überwacht wird die Anlage mit einem GX-Gerät und dem VRM-Portal. Angeschlossen werden Blei-Batterien und Lithium-Batterien laut Victron-Kompatibilitätsliste, Fremdfabrikate per BMS-Can über das GX-Gerät. Drei programmierbare Relais stehen für Steuerungsaufgaben bereit.
Das Gehäuse mit Schutzart IP20 ist für trockene, gut belüftete Räume vorgesehen und wird auf festem Untergrund wie Beton oder Mauerwerk montiert. Es arbeitet zwischen −20 und +60 °C; bei den 12- und 24-V-Ausführungen liegt ein Batterietemperatursensor bei.


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